SuperStinker (leider am 07.09.2003 durch Pilotenfehler in die ewigen Kunstfluggründe eingegangen...)

Allgemeines: Semi-Scale Kunstflugdoppeldecker im Maßstab 1:4. Spannweite ca. 152 cm, Gewicht:ca. 6000g. Hersteller des Bausatzes: Midwest, in Deutschland früher auch im Vertrieb von Simprop

Antrieb: Zweitakt-Glühzünder Moki 180 (in Deutschland im Vertrieb von aeronaut und MR-RC unter dem Markennamen "Mark"); zunächst Menz Holzluftschraube, später Mejzlik CfK-Prop (19 x 8; Standdrehzahl 7600 U/min), Merker Topfdämpfer

RC Komponenten: Simprop Scan Empfänger; je 2 Servos pro Tragfläche (Graupner C 4621), 2 Servos für HLW (Graupner C 4421), ein Servo für SLW (Graupner C 4421), ein Servo Motordrossel (Graupner 5007) . Zwei Empfängerakkus mit jeweils vier Zellen, 2000mAh pro Akku. 

Da ich gerne Holzbaukästen bearbeite, und ich auf der Suche nach einem geeigneten Modell zum Moki war, beschloss ich anlässlich einer Dienstreise im Sommer 1996 in der U.S.A. kurzfristig, den Baukasten der Super Stinker - eine Pitts S1 11-260 Variante - für läppische 250$ (damals etwa 400 DM) mitzunehmen. (...bei Simprop kostete der Baukasten um die 900 DM...)

In der einschlägigen (amerikanischen) Literatur fand ich alsbald einen Test, sowie auch die Anschrift eines Videoverlages, der eine komplette Doku über Bau und Flug des Modells (über eine Stunde Laufzeit!) anbietet. Ich habe dann auch noch aus dem Zubehörhandel eine GfK-Motorhaube (statt ABS) und GfK Radverkleidungen (im Foto noch nicht montiert wg. Winterbetrieb).

Aufgrund vieler anderer Projekte begann ich mit dem Bau erst im Laufe des letzten Jahres. Bis auf Haube und Puschen besteht das gesamte Flugzeug fast ausschließlich aus Holz. Der Baukasten ist exzellent ausgestattet, die Holzteile alle von sehr guter Qualität. Ich habe alle zöllige Teile gegen metrische ersetzt, habe aber ansonsten fast nichts geändert. Da das Modell um den Moki 180 (der in Amerika sehr teuer, aber auch sehr populär ist!), passten alle Maße des Motorträger perfekt.

Die Bauanleitung geht auch vorbildlich auf alle Einstellungen, einschließlich Mischer, ein.

Nachdem der Moki vom ersten Start weg sauber durchlief (mit Düsennadel 7 Umdrehungen offen), und auch - trotz der "Jugend" - den Leerlauf hervorragend hielt, habe ich nach der zweiten Tankfüllung den ersten Start absolviert. Das Modell hat ein fantastisches Leistungsgewicht, zum Start genügt Halbgas, und mit Drittelgas fliegt das Teil bereits ausgezeichnet.

Inzwischen hat der Motor etwa zwei Stunden Laufzeit drauf, ich musste die ursprünglich vorgesehene 18x8 Menz-Latte gegen eine 19x8 austauschen, da die Standdrehzahl - trotz extrem fetter Einstellung - 8700 Touren überstieg! Mit der 19 x 8 dreht der Motor etwa 7600 Touren auf dem Boden, mit einem brachialen Zug! Mit Vollgas genügt eine Rollstrecke von weniger als 10 Meter, um nahezu senkrecht wegzuziehen (für den der das mag...).

Landen lässt sich das Teil auch gut, kommt allerdings relativ schnell rein (die Flächen sind sehr dünn, ca. 20 mm am Holm). Bedingt durch den großen Rumpf ist die Fuhre natürlich auch seitenwindempfindlich, allerdings sauber zu korrigieren.

Ich kann diese Kombination nur empfehlen!

Nähere Informationen: Matias Rajkay

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Last Update: 26.09.2001