Fokker DR I

 

Allgemeines: Nachbau eines WW I-Dreideckers, Holzbaukasten von Flair, Spannweite 186 cm, Gewicht 8 kg 

Antrieb: Bis 2003: Webra-Bully mit 35 ccm und Krumscheid-Bananendämpfer, Propeller: 21" x 6"  Seit 2003: Laser 300V mit 50 ccm; Intelligenter Glühregler von MR-RC, Propeller Menz 22" x 8"

RC Komponenten: Empfänger: MPX DS, Servo: 2 x Dymond D 7500 (QR), 3 x Graupner 5007 (HR und MD), 1 x MPX-Royal BB (SR), Akku: 4 x 1800 mAh
 
Der Dreidecker war immer schon ein großer Traum von mir, aber Gerüchte, er sei nicht einfach zu fliegen, hielten mich lange davon ab, ihn zu bauen. Irgendwann bestellte ich mir dann doch den Baukasten (Werkstoffpackung von Flair).
 
Die Bauanleitung und der Plan sind sehr übersichtlich. Beim Bau bin ich dann von der Anleitung insofern abgewichen, indem ich die Mittelfläche steckbar und sämtliche Streben abnehmbar gemacht habe. Die MG-Attrappen habe ich aus Balsaholz und Rohren aus dem Elektrobereich selber angefertigt. Der Rohbau wurde mit Super-Coverite von Toni Clark bespannt und mit 2K-Lack lackiert. Die Hoheitsabzeichen habe ich aus Klebefolie ausgeschnitten und aufgeklebt. Für den Antrieb sorgte zunächst ein 35 ccm Webra-Bully mit Krumscheid-Bananendämpfer, denn diese Kombination passte sehr gut unter die kurze Motorhaube (11 cm).
 
Als dann der DR I flugfertig nach 2 1/2-jähriger Bauzeit (man hat auch noch etwas anderes zu tun) mit ca. 8 kg auf dem Platz stand, hatte ich doch gewisse Bedenken wegen der Flugleistung. Nachdem der Motor lief und alle Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt waren, schob ich langsam das Gas rein. Das Modell beschleunigte zügig, war nach wenigen Metern Rollstrecke und ohne irgendwelche Ausbrechtendenzen in der Luft. Auf Sicherheitshöhe gebracht wurden dann noch leichte Trimmkorrekturen  durchgeführt. Das Flugzeug ist sehr wendig und lässt sich in einem engen Radius bewegen. Um realistisch zu fliegen, reicht Halbgas völlig aus. Die Flugeigenschaften sind sehr gutmütig, macht man den DR I zu langsam, sackt er nur ohne Abzukippen durch und ist nach Fahrtaufnahme sofort wieder beherrschbar. Das Landen ist durch den hohen Schwerpunkt gewöhnungsbedürftig, bereitet aber mit ein wenig Übung keine allzu großen Probleme. Meine anfänglichen Bedenken zur Flugleistung (vor allem wegen des hohen Gewichtes) waren also grundlos. Somit hat sich der hohe Bauaufwand doch gelohnt, denn mein Dreidecker entschädigt beim Fliegen voll für die vielen Baustunden.
 
Da aber der Motorsound vom Webra-Bully (2-Takter) nicht zu dem Modell gepasst hat, habe ich mittlerweile einen Laser 300 V (Zweizylinder-Viertakt-V-Motor) mit einer IG-Glühung eingebaut. Dieser IG (intelligenter Glühregler) benötigt auch für zwei Zylinder zur Stromversorgung nur eine Zelle. Da der IG den Widerstand jeder Kerze einzeln misst und nur bei Bedarf glüht, ist der Stromverbrauch sehr gering. Der Sound dieses Motors passt hervorragend zum Flugzeug, dank der üppigen Leistung genügt bereits 1/3-Gas zum Fliegen. Durch diesen Umbau hat die Illusion, eine echte DR1 am Himmel zu sehen, enorm gewonnen.

Nähere Informationen: Andreas Micheler    

 

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Last Update: 25.03.2003